Quartett-Verein Eischeid

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Quartett-Verein Eischeid

Geboren aus dem Wunsch, sich mit Begeisterung dem Chorgesang zu widmen, entstand im Jahre 1930 der "Quartett-Verein Eischeid." Gegründet wurde er aus elf Sängern aus Eischeid, Neunkirchen und Kaule.

Gründer:
Josef Reuter, Eischeid (Chorleiter); Peter Roth, Kaule (1. Vorsitzen- der); Willi Stommel, Eischeid; Johann Sommerhäuser, Eischeid;
Josef Herchenbach, Eischeid; Josef Küpper, Neunkirchen;
Peter Kurtenbach, Eischeid; August Demmer, Eischeid;
Will Roth, Eischeid; Josef Jenn, Eischeid; Heinrich Kuchem, Kleinscheid

Als Vereinslokal wurde die Gastwirtschaft Josef Herchenbach in Eischeid ausgewählt. Die erste handschriftliche Eintragung des ersten Schriftführers Peter Kurtenbach im Tagebuch des jungen Vereins liest sich wie folgt: "Am 4. November 1930 fanden sich in Eischeid ein Quartett-Verein zur Pflege des heimischen Volksliedes zusammen. Bereits am 8. Februar 1931 trat der junge Verein zum ersten Male in die Öffentlichkeit. Auf Anregung der Freiwilligen Feuerwehr wurde zunächst "Mein Himmelreich" ein Volkslied, vorgetragen. Ferner das dreiaktige Lustspiel "Fliegerliebe" von Theo Prang. Zum Schluß gelangte noch das Rheinlied "Mein Herz ist bei dir am Rhein" zum Vortrag. Dann brachte Vereinsmitglied Josef Küpper den Vortrag "Morgen muß ich zum Finanzamt" zum Vortrag. Der Verlauf des Auftritts war ein voller Erfolg und sicherte das Zutrauen der Bürgerschaft."

Vereinsleben: Zu jeder Chorgemeinschaft gehört auch ein Chorleiter. Für dieses Amt stellte sich in uneigennütziger Weise als erster Chorleiter der Lehrer Josef Reuter zur Verfügung. Nur kurz war sein Wirken, da er selbst und die Mitglieder des Vereins zum Wehrdienst im Zweiten Weltkrieg eingezogen wurden.

Zwei Sänger blieben auf dem Felde der Ehre. Der Chorleiter der Kriegsjahre Josef Zimmermann, kehrte 1949 aus russischer Gefangenschaft zurück, und so konnte erst im Frühjahr 1950 mit dem Sangesleben wieder begonnen werden. Durch die Aufnahme junger, sangesfreudiger Männer konnten Lücken geschlossen werden und der Verein startete erneut mit 20 aktiven Mitgliedern.

Wie schon vor 70 Jahren trifft sich der Verein all wöchentlich donnerstags gegen 20:30 Uhr hier im Landgasthaus.
Jederzeit herzlich willkommen sind sangesfreudige Männer!

Hier noch eine Aussage eines neuen Mitgliedes:
"Ich vergesse wirklich den Arbeitsstreß für einige Stunden, fühle mich frei und gut aufgehoben in Ihrer Gemeinschaft, genieße die Proben, spüre die willkommene Ablenkung und habe Abschalten gelernt."




Freiwillige Feuerwehr Eischeid

Freiwillige Feuerwehr Eischeid Die Männer der ersten Freiwilligen Feuerwehr Eischeid hatten ursprünglich etwas anderes im Sinne gehabt, als nur etwaige Feuer zu bekämpfen, als sie sich am 25. November 1923 in der Dorfschule zu Eischeid versammelten: den Selbstschutz der Bewohner gegen die 1922/23 das Rheinland unsicher machenden Separatisten. Da die französischeBesatzungsmacht jedoch den Selbstschutz verbot, wählte man für den Zusammenschluß den Namen "Freiwillige Feuerwehr". 52 Mann schrieben sich als aktive Mitglieder ein. Glücklicherweise wurde Eischeid von Separatisten verschont, aber die Männer die sich damals fanden, blieben als "Freiwillige Feuerwehr Eischeid" zusammen.

1924 wurde durch Sammlung von Zuschüssen eine Handspritzpumpe angeschafft, die in den 30igern durch eine Motorspritze, und nach dem zweiten Weltkrieg durch ein Löschfahrzeug ersetzt wurde.

1927 wurde eine Feuerwehrkapelle gegründet, die auf dem Fastnachtssonntagsball der Neunkirchner Kameraden für die richtige Stimmung sorgte.

Nicht nur im heutigem Landgasthaus löschte die Truppe so manchen schweren Brand. Ein Großbrand tobte beispielsweise 1965 bei der heute weit über Eischeid bekannten Schreinerei Stommel. In diesem Falle konnte man jedoch, trotz des raschen Eingreifens und der zusätzlich herbeigerufenen Neunkirchener Feuerwehr nicht verhindern, daß Werkstatt und Stallungen vollständig abbrannten.

Eischeider Feuerwehr 1972: Aus Protest gegen die Eingliederung der Feuerwehr Eischeid in den neuen "Löschzug 1" Neunkirchen wurde am 16.03.1978 die Auflösung der Löschgruppe Eischeid beschlossen und dies dem Gemeindedirektor schriftlich mitgeteilt.

Die ehemaligen Mitglieder der Löschgruppe bildeten bis heute den Eischeider Martinsverein, der alljährlich zu Sankt Martin den Eischeider Martinszug organisiert:
Startpunkt: Landgasthaus Herchenbach, Sonntag vor oder nach Sankt Martin 18.00 Uhr (wird im Mitteilungsblatt veröffentlicht!) — Ein Event für jung und alt, welches sie sich nicht entgehen lassen sollten!




"Hinger Eesched fängk der Dschungel an"

Prinzenlied des Prinzenpaares Bernd I und Waltraud I (1990–1992) nach der Melodie des Liedes "Cottonfields"

Ming Mamm hät mer beijebrat un minge Pap hät stets jesat
Hinger Eesched fängk der Dsschungel an
wenn do beim Hermann ring geis weeds do sin dat et wohr es
Hinger Eesched fängk der Dsschungel an

Wenn du en Mucher Richtung wanders weed et Klima wirklich anders
Hinger Eesched fängk der Dsschungel an
wo sich jeder für ne Tarzan hält un nur bla bla verzällt
Hinger Eesched fängk der Dsschungel an

Janz Beiert,Hörbich, Ingersau die wissen et jenau
Hinger Eesched fängk der Dsschungel an
Wolpert, Hohn und Immenthal für die ist das doch sonnerklar
Hinger Eesched fängk der Dsschungel an

Wenn et dich mol in de Stadt treck verjess doch unsren Spruch net
Hinger Eesched fängk der Dsschungel an
wo mancher üver dat Land he schengt obwohl er dt jarnet kennt
Hinger Eesched fängk der Dsschungel an

Ob Dorfplatz oder Tennisfieber Cowboys oder Sangesbrüder
Hinger Eesched fängk der Dsschungel an
ob Siegburg oder Hennef dat is doch alles Tineff
Hinger Eesched fängk der Dsschungel an

Küss du an et Krüz am Puckel fängks du at an zu zucke
Hinger Eesched fängk der Dsschungel an
wenn de jetzt net räts erüm fiersch wirst de sin dat et wor es
Hinger Eesched fängk der Dsschungel an

Werner Kurtenbach und die Eischeider Sängerknaben




Der SC Germania Birkenfeld

Als man für die Festschrift zum 25. Jubiläum des SC Germania Birkenfeld die Gründung des Vereins recherchierte, staunte man nicht schlecht: Laut Erzählungen nach hat es schon in den zwanziger Jahren in Birkenfeld einen Fußballverein gegeben. Dem damaligen Verein Schwarz-Weiß Birkenfeld stand ein Lehrer der Dorfschule Birkenfeld namens Becker als Vorsitzender vor. Ein gutes Dutzend Fußballspieler zählte der Verein in seinen Reihen. Für ausreichend Platz zum Training und die Spiele sorgte der damalige Gastwirt Johann Kurtenbach, der nach langem Zögern Obstbäume auf seinem Gehöft fällen ließ und gleichzeitig seine Schänke als Vereinslokal zur Verfügung stellte. Schon bald wurde erster Kontakt zu anderen Mannschaften, wie Hänscheid, Wingenbach, Bödingen oder Lauthausen aufgenommen, die man bei Auswärtsspielen häufig mit dem Fahrrad erreicht mußte. In den Wirren der NS Jahre (Arbeitslosigkeit, Arbeitsdienst und Wehrdienst) wurde die Mannschaft immer mehr auseinandergerissen und verschwand langsam aus den Gedächtnissen der Birkenfelder.

Rund vierzig Jahre später, im Sommer 1971 kamen vier Männer an Hermanns Theke in Eischeid erneut auf die Idee, einen Fußballverein zu gründen. Was die Herren Heinz und Klaus Himpeler, Rolf Albus und Friedhelm Achterberg erst nur als Hintergedanken erwogen, nahm schon bald konkrete Formen an, so daß es am 17.07.71 zum ersten Spiel des neu gegründeten Vereins gegen die Rivalen aus Wolperath kam, das mit 2:1 gewonnen wurde. Vier Spiele später kam es zur ersten Generalversammlung des Vereins, wobei auch der erste Vorstand gewählt wurde. In der Chronik des Vereins heißt es Ende 1971: "Das Jahr wurde positiv abgeschlossen mit sieben Siegen und einer Niederlage. In acht Spielen wurden 44:15 Tore erzielt."

Heute gilt der SC als feste Größe unter den Freizeitmannschaften der Umgebung und organisiert seit 1992 jährlich ein Altherren–Turnier. Erfreulicherweise findet Germania aber auch jüngeren Zulauf, so daß der Fortbestand des Vereins vorerst gewährleistet ist.

Seit Vereinsgründung beschäftigt man sich auch intensiv mit dem Karneval: Der Karnevalswagen am Rosenmontag ist Ehrensache und seit 1989 führt der Club mit großem Erfolg eine Kinderkarnevalssitzung durch. Zum 10-jährigen Jubiläum der Sitzung stellte man dann auch prompt ein Dreigestirn auf die Beine, indem man eine fast vergessene Neunkirchener Tradition, die Dorfgrenadiere, wieder zum Leben erweckte, die seitdem eine feste Institution im Neunkirchener Fasteleer sind.

Zum sportlichen Treiben des Vereins sei noch das jährliche Tennisturnier in Eischeid "Eischeid open" zu erwähnen, das seit 1987 regen Zuspruch findet. Bei allen Aktionen des SCGB steht jedoch der Spaß und die Gemeinschaft im Vordergrund. Streit oder Zwietracht sind spätestens in der 3. Halbzeit vergessen!


Die Infos zu den Vereinen können Sie auch herunterladen.

Landgasthaus Herchenbach | Sternstraße 4 | 53819 Neunkirchen-Eischeid | Tel. 02247.2320 | kontakt@landgasthaus-herchenbach.de
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